Um geschlossene Räume zu beheizen, kommen verschiedene Heizsysteme zum Einsatz. Im Wohnbereich wird in den meisten Fällen eine Konvektionsheizung verwendet. Bei Heizungen dieser Kategorie erwärmt ein Heizkörper die Raumluft, die wiederum die Wärme auf Personen und Objekte im Raum überträgt.

Wie funktioniert die Infrarotheizung?

Dabei handelt es sich um eine so genannte Strahlungsheizung. Ein Heizkörper sendet Wärmestrahlen (Infrarotstrahlen) aus, die sich geradlinig im Raum ausbreiten, ebenso wie Licht. Wenn die Infrarotstrahlen auf ein Objekt treffen, erwärmen sie dieses. Die Raumluft dagegen wird nicht erwärmt, da sie unsichtbar ist und für die Strahlung praktisch kein Hindernis darstellt.

Infrarotheizungen ahmen das Prinzip nach, mit dem die Sonne die Erde erwärmt. Theoretisch ist die Reichweite der Infrarotstrahlen unendlich groß, in der Praxis nimmt jedoch ihre Intensität mit wachsenden Abstand zum Heizkörper schnell ab. Die Heizstrahler werden mit Strom, Gas oder Flüssiggas betrieben. Die beiden letzteren Arten werden hauptsächlich in der Industrie zur Beheizung von Lagerhallen, Hangars oder Produktionsstätten verwendet.

Welche Vorteile hat eine Infrarotheizung?

Besonders bei großen Räumen spart sie Heizenergie, weil nicht erst die Luft erwärmt werden muss, um eine angenehme Temperatur zu schaffen. Bei einer klassischen Konvektionsheizung entweicht zudem ein großer Teil der erwärmten Luft ins Freie, was die Effizienz der Heizung verringert. Mit einer Infrarotheizung dagegen haben Sie die Wärme genau dort, wo Sie es wünschen.

Während eine Konvektionsheizung erst eine gewisse Zeit benötigt, um den Raum zu erwärmen, wird bei einer Infrarotheizung die Wärme sofort übertragen.
Da es weniger Luftströmungen gibt, ist die Raumluft bei Infrarotheizungen sauberer und nicht so trocken, ein Umstand, den viele Allergiker begrüßen werden.

Hat eine Infrarotheizung auch Nachteile?

Ja, die gibt es. Die Wärme kann nicht gespeichert werden. Die Heizung funktioniert nur so lange, wie die Heizstrahler in Betrieb sind. Sobald sie abgeschaltet werden, sinkt die Temperatur.

Wie viel Heizkosten spart eine Infrarotheizung?

Experten rechnen im Durchschnitt mit einer Ersparnis zwischen 18 bis 24 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen. In großen Räumen und Hallen stellt eine Infrarotheizung die effektivste Art der Raumheizung dar. Im Wohnbereich werden Infrarotheizungen meist als Zusatzheizungen verwendet, um beispielsweise das Bad oder andere Räume zu erwärmen, die nicht ständig genutzt werden. Hier wird ganz gezielt die Stärke der Infrarotheizungen genutzt, ausgewählte Bereiche des Raumes gezielt und schnell zu erwärmen.

Infrarotheizkörper für den Wohnbereich erinnern mit ihrem Design häufig an Bilder. Bei manchen ist die Oberfläche auch verspiegelt, so dass sie als Bad- oder Wandspiegel benutzt werden können. Besucher ahnen oft gar nicht, dass es sich um einen Heizkörper handelt.

Da solche Heizkörper mit Strom betrieben werden, können sie praktisch an beliebiger Stelle im Zimmer platziert werden, so lange sie sich in der Nähe einer Steckdose befinden. Ihre Montage erfordert keinen Fachmann. Im Endeffekt ist die Effizienz einer Infrarotheizung als Zusatzheizung sogar noch größer als oben beschrieben, weil durch sie die Haupt-Heizung entlastet wird. Zudem läuft die zusätzliche Infrarotheizung nur so lange, wie sie benötig wird. Wärmeverluste werden auf ein Minimum beschränkt. Die Effizienz einer Infratotheizung lässt sich noch verbessern, wenn sie in Verbindung mit einem Timer verwendet werden. Dadurch erwartet Sie zum Beispiel beim Aufstehen ein wohlig warmes Bad, selbst wenn die Haupt-Heizung nicht läuft.

Jetzt unverbindlich anfragen!
Hier klicken!

Foto: slasny / 123RF.com